Pädagogik

Selbstbestimmtes Lernen ermöglichen – wir bieten Kindern einen Ort, an dem sie nach ihrem individuellen Entwicklungsplan leben und lernen können.

In der Freien Aktiven Schule und im Aktiven Kinderhaus Tübingen wollen wir Kindern einen Ort bieten, an dem sie nach ihrem individuellen Entwicklungsplan leben und lernen können.

Die wesentlichen Merkmale unserer Konzeption sind:

  • Vertrauen in die inneren Wachstumskräfte, die den individuellen Entwicklungsplan entfalten
  • die Erfahrung des Angenommenseins als Basis eines verlässlichen Selbstbewusstseins und weiterführenden Lernens
  • eine vorbereitete, entspannte Umgebung mit vielfältigen Lern-, Spiel- und Erfahrungsangeboten
  • respektvolle, achtsame Begleitung der Kinder durch die Pädagog*innen
  • Wahrnehmen und Begleiten der „sensiblen Phasen", in denen Kinder am leichtesten und effektivsten lernen
  • klare Regeln und Grenzen, die Schutz bieten, Vertrauen und Sicherheit fördern
  • freie Zeiteinteilung
  • Bewegungsfreiheit, da Bewegung mit allem verwoben ist, was der Mensch tut, denkt oder fühlt
  • Lernen in altersgemischten und altershomogenen Gruppen
  • Dokumentation der Entwicklungs- und Lernprozesse, keine Bewertung
  • Bereitschaft der Eltern, den pädagogischen Ansatz mitzutragen und weiterzuführen – und die Möglichkeit, den Schulalltag aktiv mitzugestalten (mehr dazu)

Unser pädagogisches Konzept ist eine konsequente Weiterentwicklung der empirisch entwickelten Pädagogik Maria Montessoris. Weitere Anregungen fanden wir in der praktischen pädagogischen Arbeit von Rebeca und Mauricio Wild sowie bei der Bewegungspädagogin Elfriede Hengstenberg. Neuere Erkenntnisse der Neurowissenschaften bestätigen uns in unserem Ansatz.


Maria Montessori

Die Grundlage unserer Arbeit bildet das Bild vom Kind als aktivem Gestalter seiner eigenen Entwicklung. Maria Montessori beschrieb die „inneren Wachstumskräfte" – den natürlichen Drang des Menschen zu lernen, zu erkunden und zu verstehen.

Daraus folgt: Wir vertrauen den Kindern. Wir schreiben nicht vor, was sie wann zu lernen haben. Wir bereiten die Umgebung vor und begleiten – ohne zu drängen.

Rebeca und Mauricio Wild

Rebeca und Mauricio Wild haben auf einem Landgut in Ecuador eine Schule aufgebaut, die diesen Ansatz konsequent lebt. Ihre Erfahrungen zeigen: Kinder, die in einer vorbereiteten Umgebung wirklich frei wählen dürfen, entwickeln tiefes Interesse, Ausdauer und ein starkes Selbstbild.

Ihre Arbeiten haben unsere Praxis – besonders im Kinderhaus – stark geprägt.

Elfriede Hengstenberg

Elfriede Hengstenberg hat eine Bewegungspädagogik entwickelt, die Kindern echte Herausforderungen bietet – ohne vorgeschriebene Lösungen. Ihre Geräte (Leitern, Bretter, Rollen) laden dazu ein, den eigenen Körper zu entdecken und Grenzen selbst zu erfahren.

Bei uns gehört Bewegung nicht in die Pause. Sie ist Teil des Tages.


Die vorbereitete Umgebung

Bei uns ist die Gestaltung der Räume pädagogische Arbeit. Jedes Regal, jedes Material, jeder Rückzugsort ist mit Bedacht gewählt. Nicht als Dekoration – sondern weil die Umgebung das Lernen entweder fördert oder bremst.

Kinder sollen auf Anhieb sehen: Hier kann ich etwas tun. Hier darf ich wählen.

Montessori-Material

Montessori-Material ist so gestaltet, dass Kinder selbst merken, wenn etwas nicht stimmt – ohne dass jemand korrigieren muss. Das nennt sich „Fehlerkontrolle". Es stärkt das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung.

Das Material ist nach Entwicklungsbereichen geordnet: praktisches Leben, Sensorik, Sprache, Mathematik, Kosmische Erziehung. Kinder wählen frei – und können immer so lange bleiben, wie sie möchten.

Werkstätten und Ateliers

Neben dem Montessori-Material gibt es Werkstätten: zum Bauen, Experimentieren, Gestalten. Kinder können sägen, löten, malen, töpfern. Auch das ist Lernen – oft intensiver als am Tisch.

Draußen lernen

Das Außengelände ist kein Pausenhof. Es ist Teil der Lernumgebung. Kinder gehen hinaus, wann sie wollen – nicht nur, wenn die Glocke klingelt. Auf dem Gütle (unserem Außengelände der Schule) gibt es Pflanzen, Tiere und Raum für Projekte im Freien.

Rückzug und Gemeinschaft

Kinder brauchen beides: Orte, an denen sie allein sein können, und Räume für gemeinsames Arbeiten. Beides ist vorhanden. Wer Ruhe braucht, findet sie. Wer zusammen sein will, auch.


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