Für Kinder von 6 bis 16 Jahren

Freie Aktive Schule Tübingen

Selbstbestimmtes Lernen in altersgemischten Gruppen – von der Grundschule bis zum Ende der Sekundarstufe.

Was uns ausmacht

Die Freie Aktive Schule Tübingen ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule für die Primarstufe und Sekundarstufe I. Bei uns lernen Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren in altersgemischten Gruppen – selbstbestimmt, in ihrem eigenen Tempo.

Drei Altersstufen

Wir unterteilen die Schulzeit in drei Phasen, die sich an den Entwicklungsphasen der Kinder orientieren:

  • Primaria: 1. bis 3. Klassenstufe
  • Sekundar I: 4. bis 6. Klassenstufe
  • Sekundar II: 7. bis 10. Klassenstufe

Der Übergang zwischen den Stufen geschieht fließend – entsprechend der persönlichen Entwicklung jedes Kindes, nicht nach Jahrgang oder Stichtag.

Ein Tag in der Schule

Es gibt keinen Stundenplan, dem alle folgen. Der Tag hat eine Struktur – Ankommen, Freiarbeitszeit, gemeinsame Zeiten – aber innerhalb dieser Struktur wählen Kinder selbst, womit sie sich beschäftigen.

Wer einen Sog in Mathematik erlebt, darf stundenlang rechnen. Wer gerade lieber baut oder malt, tut das. Begleiter*innen sind ansprechbar, machen Angebote und begleiten Prozesse – sie unterrichten nicht im klassischen Sinn.

Demokratie im Alltag

Einmal pro Woche findet die Schulversammlung statt. Alle – Kinder und Erwachsene – haben eine Stimme. Regeln werden gemeinsam besprochen und verändert. Das ist kein Projekt und kein Schulfach: es ist der Alltag.

Nachmittagsbetreuung

Für Schulkinder bis 14 Jahre gibt es unseren Hort, der bis 17 Uhr geöffnet hat.

Abschlüsse & Erfahrungen

Kinder, die bis zur zehnten Klassenstufe bei uns bleiben, können den Haupt-, Werkreal- oder Realschulabschluss als Schulfremdenprüfung ablegen. Wer auf eine andere Schule wechseln möchte, wird dabei begleitet – erfahrungsgemäß ist nach dem Ende der sechsten Klassenstufe ein guter Zeitpunkt.

Mehrere wissenschaftliche Studien zeigen übereinstimmend: Schüler*innen von freien Alternativschulen finden sich nach kurzer Eingewöhnungszeit gut im Regelschulsystem zurecht. Sie fallen durch hohes Selbstvertrauen, ausgeprägte soziale Kompetenz und große Lernbereitschaft auf – und liegen in ihren Leistungen nicht hinter Kindern staatlicher Schulen zurück.

Auch aus Praktikumsbetrieben erhalten wir regelmäßig positive Rückmeldungen: Die Jugendlichen bringen sich aktiv ein, arbeiten selbstständig und zeigen ein echtes Interesse daran, mit Erwachsenen zu kooperieren.

Ohne Noten – mit Orientierung

Statt Noten gibt es ausführliche Entwicklungsgespräche und schriftliche Berichte. Kinder und Eltern erhalten regelmäßig ehrliches, konkretes Feedback – ohne den Druck einer Zahl.


Das Gütle

Das Gütle ist unser Außengelände – kein Pausenhof, sondern Lernort. Hier gibt es Hochbeete, Tiere, Werkzeug und Platz für Projekte im Freien.

Kinder pflanzen, ernten, bauen, beobachten. Jahreszeitliche Rhythmen werden spürbar. Das Gütle ist ein Ort, an dem Lernen sich anders anfühlt als drinnen – und genauso wichtig ist.

Kinder gehen hinaus, wann sie wollen. Das Gütle ist kein Belohnungsort und kein Pausenprogramm – es ist einfach Teil der Schule.