Initiative Für eine Aktive Schule e.V. / Aktiver Kindergarten Tübingen Freie Aktive Schule Tübingen

Aktuelles

 

Stand auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt

Auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt ist unser Trägerverein mit einem Stand mit vielen schönen und guten Dingen vertreten. Wir freuen uns über einen Besuch am 10. oder 11. Dezember am Stand auf dem Marktplatz.
 

Singende Steine: Benefizveranstaltung für Ohr und Auge

10 Dezember 2011, 19 Uhr, im Loretto-Areal, Lilli-Zapf-Straße 14 (TZR)

Ein Vater von 3 Kindern, dem die Aktive Schule und der Kindergarten sehr am Herzen liegen, hat zwei Künstler aus seinem Umfeld gewonnen, die zugunsten unseres Trägervereins, der Initiative für eine Aktive Schule e.V., ihre Kunst darbieten.

Das Hörerlebnis beschert uns der Wankheimer Klangkünstler Adi Schroeder mit einem sehr ungewöhnlichen Instrument. Er bringt Steine zum klingen und spielt darauf mit seinen Händen. Seit 15 Jahren ist er auf dem Weg, zusammen mit Professor Klaus Feßmann, seit ihn dieses Klangerlebnis im Kloster Beuron in den Bann gezogen hat. Konzerte gibt er inzwischen regelmäßig im Hospitalhof in Stuttgart und im Wiesbadener Schloss Freudenberg. Dazu hat er auf Konzertreisen und bei Festivals dieses besondere Klangerlebnis Menschen von Schweden bis Italien und in Indien ermöglicht.

Nun tritt Adi Schroeder also für uns in Tübingen auf in einem schönen Raum im Lorettoviertel

Das Erlebnis für die Augen schafft zum einen eine Ausstellung von fertigen Bildern des Kölner Künstlers Edy Rameyanto. Dazuhin wird der Künsler während des Klangerlebens zwei Bilder gestalten, die er spendet und die dann direkt amerikanisch versteigert werden sollen, so hat jede(r) die Chance, auch mit kleinerem Beitrag ein Orginal zu erstehen.

Den Erlös der Veranstaltung will der Vater dem weiteren Ausbau der Schule zukommen lassen. Und dieser weitere Ausbau kann das ganz besonders gut gebrauchen. Nachdem das Kinderhaus weitgehend nach Plan realisiert werden konnte, fehlt jetzt das Geld, um mehr als das Notwendigste für die Schule auszubauen.

Deshalb freuen wir uns sehr, wenn Sie dabeisein können. Der Eintritt ist frei und jede(r) kann selbst entscheiden, wieviel sie oder er beisteuern kann und will. Spendenbescheinigungen werden bereitliegen.

Der Vater, der auch selbst schon Erfahrungen im Klangsteinspiel machen konnte, sieht in diesem Klangerlebnis auch die Parallele zur pädagogischen Konzeption unserer Einrichtungen: Es geht um selbst gemachte Erfahrungen, die man nicht vergisst. Und die möchte er allen ermöglichen mit diesem Benefizkonzert.

Auflistung Anfahrtsbeschreibung (pdf)

Sonne und Grün für die Kinder - es gibt ein Gartengrundstück!

Nur Asphalt und ein schattiges Eck hinterm Haus, das sollte das Außengelände der Freien Aktiven Schule sein???

Aber das Gelände ist begrenzt nach allen Seiten durch Bauhof, Ammer, Ämmerle und Straße. Für Kindergarten und Minigruppe konnten 400 m² vom Bauhofgelände dazugekauft werden - für teure Bauplatzpreise.

Seit 2008 bemühen wir uns, ein Gartengrundstück in der Nähe zu pachten, ein "Gütle" wie wir hier im Schwabenland sagen - damit die SchülerInnen auch wieder im Gras barfuß gehen können, Beete anlegen und Hütten bauen - vergeblich!

Und plötzlich im Oktober gab es ein Schild: zu verkaufen und es hing am Grundstück, das direkt im Anschluss an das Bauhofgelände liegt.

Wir haben kein Geld übrig, aber diese Gelegenheit mussten wir einfach ergreifen.

Jetzt läuft eine Aktion, dass jede Familie versucht, in ihrem Umfeld Spenden für 10 Quadratmeter anzuwerben. Der Quadratmeterpreis ist weniger als ein zehntel des Bauplatzpreises vom Bauhofgelände, mit Gebühren kostet der Quadratmeter uns etwa 30 Euro. Im Eingangsbereich der Schule wird sichtbar gemacht, wieviele Quadratmeter schon durch Spenden bezahlt sind.

Können auch Sie mitmachen? Für eine Spendenbescheinigung reicht die Angabe von Name und Anschrift auf dem Überweisungsträger. Herzlichen Dank!

Zum Spendenaufruf gibt es auch ein Plakat (pdf).
 

Mit 15 oder 16 Jahren die ersten Noten

In der Konzeption der Freien Aktiven Schule und des Aktiven Kinderhauses ist ein wichtiger Grundstein das Vertrauen in die inneren Wachstumskräfte der Kinder. Die Entwicklungsprozesse der Kinder werden begleitet und unterstützt, aber ihre Schritte zu bewerten, das steht nur den Kindern und Jugendlichen selbst zu. Sie selber haben sich die Aufgaben gestellt und schauen, wie zufrieden sie mit dem Ergebnis sind.

Dieser freie Weg, den die Schule eingeschlagen hat, ist genehmigt, aber die Schulaufsichtsbehörden fordern, dass am Ende auch unsere Schüler sich messen lassen mit dem üblichen Bewertungsmaßstab, dass sie sich den vorgesehenen Prüfungen unterziehen.

So haben unsere fünf Ältesten im letzten Schuljahr ihre Arbeiten an den Lehrplänen der Hauptschule ausgerichtet, denn als Hauptschule mit Werkrealschule ist unsere Sekundarschule erst mal genehmigt. Sie lernten die Prüfungsaufgaben der letzten Jahre kennen und testeten sich daran. Und sie entschieden, sich alle zur externen Hauptschulabschlussprüfung anzumelden.

Strahlend kamen sie von den mündlichen Prüfungen, sie waren sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen und hatten gemeistert, was sie sich vorgenommen hatten. Besonders bei der sogenannten Projektprüfung, bei der sie ihr eigenständiges Arbeiten zeigten, fiel auf, dass es diesen jungen Menschen besonders gut gelang, sich in ein Thema einzuarbeiten, es schriftlich und bebildert darzulegen und es in einer Präsentation verständlich vorzutragen.

Und nach getaner Tat organisierten sich die Fünf eine Kajakwoche!

 

Kindergarten und Kleinkindgruppe vereint im Schwärzlocher Täle als
AKTIVES KINDERHAUS

Am 14. März war es so weit: Nach der langen Wartezeit konnten Kleinkindgruppe und Kindergarten im Schwärzlocher Täle 3 die neu gestalteten Räume beziehen. Gemeinsam bilden sie jetzt das Aktive Kinderhaus. Und zusammen mit der Aktiven Schule Tübingen gibt es jetzt für Kinder von zwei bis 16 Jahren eine Begleitung nach einheitlichem pädagogischem Konzept unter einem Dach. Jetzt können auch die fließenden Übergänge stattfinden, die das Konzept vorsieht: von der Kleinkindgruppe in den Kindergarten und von dort in die Grundschule können die Kinder so schnell oder langsam wechseln, wie es für das einzelne Kind passt.

Sehr schön konzipiert von Heinrich Niemeyer und nach dessen überraschendem Tod von unserem Bauleiter, Thomas Mauthe, mit großem Einsatz und Geschick umgesetzt, sind Räume mit ungewöhnlichem Charakter entstanden.

Als Erstes springen die kleinen Fenster ins Auge, die so tief unten angebracht sind, dass die Kinder auch im Sitzen den Blick nach draußen haben. Ein weiteres herausragendes Merkmal sind die runden Wände, wie sie zum Beispiel die Bücherecke des Kindergartens zu einem ganz besonderen Ort werden lassen. Viele weitere liebevoll geplante Details sind verwirklicht, zum Beispiel ein Durchschlupf nur für die Kinder, die Erwachsenen müssen außen herum gehen.

Dieser Umbau war nur möglich mit den Zuschüssen der Stadt Tübingen, für die Schaffung von Kleinkindgruppenplätzen gab es auch Zuschüsse vom Land. Und neben der Umsicht und dem Ideenreichtum des Bauleiters haben auch die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Eltern ermöglicht, dass so besondere Räume preisgünstig entstehen konnten.

Noch ist das Außengelände nicht fertig und an den Schulräumen wird weiter gebaut, aber täglich entsteht Neues! Wer den hässlichen Klotz mit dunkler Eternit-Haube kannte, wird staunen.

© 2. Dezember 2011